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Berufsbild · Gesundheit & Pflege · Juli 2026

Pflegefachkraft werden

Der gefragteste Beruf des deutschen Arbeitsmarkts: 56.700 offene Stellen, drei Wege hinein und eine Ausbildung, die vom ersten Tag an vergütet wird. Was dich erwartet — und was du mitbringen musst.

56.700offene Stellen · deutschlandweit
40.000 €Median brutto / Jahr
32.000 €Einstieg (< 3 Jahre)
3 JahreAusbildung, vergütet
Sehr gutZukunftsaussichten · Engpassberuf
Diese Häuser suchen gerade Pflegefachkräfte
Wohlfahrtswerk Baden-WürttembergStuttgartKLINIK BAVARIA KreischaDresdenChristophorus KlinikenDülmenEvangelische HeimstiftungDornstadtParacelsus-KlinikHenstedt-UlzburgKorianFürstenwaldeSSRHStuttgartGDGDA Dienste im AlterGoslarEKEv. Krankenhaus MülheimKölnPPflegeButlerAltenkirchenAavantiGenthinRDRandstad DeutschlandEisenach
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Offene Stellen

Aktuelle Pflegefachkraft-Stellen, direkt zur Ausschreibung verlinkt — Bewerbung ohne Umweg beim Arbeitgeber.

01

Was du wirklich machst

Eine Pflegefachkraft plant, führt und dokumentiert pflegerische Maßnahmen eigenverantwortlich — und koordiniert die Zusammenarbeit mit ärztlichem und therapeutischem Personal. Seit der Pflegereform 2020 ist die Ausbildung generalistisch: Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege in einem Abschluss.

Wo deine Zeit hingeht — typische Wochenaufteilung
Direkte Patientenpflege40 %
Dokumentation & Administration25 %
Medikamentenmanagement15 %
Team & Angehörige12 %
Fort- und Weiterbildung8 %

Redaktionelle Einordnung auf Basis von Stellenprofilen und Tätigkeitsbeschreibungen — je nach Einrichtung verschiebt sich der Dokumentationsanteil deutlich.

Ein typischer Frühdienst
09:00Übergabe vom Nachtdienst, Tagesplanung besprechen
10:00Morgenpflege, Verbandswechsel, Vitalzeichen kontrollieren
12:00Medikamentenvergabe zur Mittagszeit dokumentieren
14:00Pflegedokumentation im EDV-System aktualisieren
16:00Angehörigengespräch führen, Übergabe an den Spätdienst vorbereiten
02

Wie du reinkommst

Es gibt nicht den einen Weg — aber einen, den drei von fünf gehen. Alle drei Routen sind vergütet, keine kostet Schulgeld.

Die drei Routen, nach Häufigkeit
Generalistische Pflegeausbildung3 Jahre · der Königsweg nach Pflegeberufegesetz~60 %
Ausbildung + Fachweiterbildung3 + 1,5 Jahre · Intensiv, Onkologie, Psychiatrie~25 %
Pflegehilfe mit Aufstiegsqualifizierung1 + 2 Jahre · der schnelle Einstieg, auch als Umschulung~15 %

Redaktionelle Orientierung, keine amtliche Statistik.

Die Programme im Detail
ProgrammDauer
Generalistische Pflegeausbildung Bundesweit einheitlich; Abschluss Pflegefachfrau/-mann. Vergütung ab ca. 1.491 €/Monat.3 Jahre
Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege Berufsbegleitend, anerkannt nach DKG-Empfehlungen; oft vom Arbeitgeber bezahlt.18–24 Mon.
Bachelor Pflegewissenschaft / Pflege dual Ausbildung plus Studium; Basis für Leitung, Beratung, Forschung.4–5 Jahre
Pflegehilfe / Pflegeassistenz Einstiegsqualifikation, in allen Bundesländern anerkannt; anrechenbar.1 Jahr
Quereinstieg in vier Schritten

Voraussetzungen klären

Mittlerer Schulabschluss — oder Hauptschulabschluss plus zweijährige Berufsausbildung. Dazu gesundheitliche Eignung und ein erweitertes Führungszeugnis.

Ausbildungsplatz sichern

Direktbewerbung bei Kliniken, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten. Bewerbungen laufen ganzjährig, die meisten Starts liegen im Herbst und Frühjahr.

Ausbildung abschließen

Die staatliche Prüfung besteht aus schriftlichem, mündlichem und praktischem Teil. Die Praxiseinsätze sind dein Netzwerk für die erste Stelle.

Spezialisierung planen

Danach stehen 56.700 Stellen offen. Sprich früh über Fachweiterbildungen — sie sind der größte Gehaltshebel im Beruf.

Rund jede fünfte Pflegefachkraft kommt aus einem anderen Beruf. Umschulungen sind über die Agentur für Arbeit förderfähig — geförderte Weiterbildungen ansehen →

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Was du mitbringen musst

Fachlich lernst du fast alles in der Ausbildung. Was vorher zählt: formale Zugangsvoraussetzungen — und Belastbarkeit.

Gefragteste Fach-Skills
Pflegefachkompetenz85 %
Dokumentation und EDV75 %
Medikamentenkunde70 %
Wundversorgung65 %
Hygiene und Infektionsschutz60 %
Patientenbeobachtung55 %
Erste Hilfe und Notfallmanagement50 %

Relevanz für das Berufsprofil, redaktionell eingeordnet aus Stellenanzeigen.

Formale Voraussetzungen
Persönliche Stärken, die den Unterschied machen
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Was du verdienst

Kurzfassung

Der Median liegt bei 40.000 € brutto im Jahr, der Einstieg bei rund 32.000 €. Die mittleren 50 % verdienen 34.000–46.000 €.

40.000 €Median brutto / Jahr
32.000 €Einstieg (< 3 Jahre)
1.491 €1. Ausbildungsjahr / Monat
Was mit Erfahrung und Verantwortung dazukommt
Pflegehilfskraft / Praktikum0–1 Jahr32.000 €
Pflegefachkraft1–3 Jahre · der Median dieses Berufs40.000 €
Fachpflegekraft mit Spezialisierung3–6 Jahre47.000 €
Praxisanleitung / Stationskoordination5–8 Jahre58.000 €
Pflegedienst- / Stationsleitungab 8 Jahren · TVöD P 12–P 1670.000 €

Ø Bruttowerte pro Rolle, Richtwerte · Skala ab 30.000 €. Bei kommunalen und kirchlichen Arbeitgebern ist das Gehalt tariflich festgelegt (TVöD-P, AVR).

Pflegefachkraft-Gehalt nach Region
Baden-Württemberg: 48.000 € brutto pro JahrBayern: 48.500 € brutto pro JahrBerlin: 45.000 € brutto pro JahrBrandenburg: 37.000 € brutto pro JahrBremen: 42.000 € brutto pro JahrHamburg: 47.500 € brutto pro JahrHessen: 46.500 € brutto pro JahrMecklenburg-Vorpommern: 35.500 € brutto pro JahrNiedersachsen: 41.500 € brutto pro JahrNordrhein-Westfalen: 45.000 € brutto pro JahrRheinland-Pfalz: 40.500 € brutto pro JahrSaarland: 39.500 € brutto pro JahrSachsen-Anhalt: 35.500 € brutto pro JahrSachsen: 36.500 € brutto pro JahrSchleswig-Holstein: 40.500 € brutto pro JahrThüringen: 36.500 € brutto pro Jahr
35.500 €48.500 €

Median-Bruttojahresgehalt je Bundesland · Kartendaten © GeoBasis-DE.

Stadt-Reports mit Gehalt & Stellen
StadtMedian
München48.500 €Stadt-Report →
Hamburg47.500 €Stadt-Report →
Frankfurt am Main46.500 €Stadt-Report →
Berlin45.000 €Stadt-Report →
Köln45.000 €Stadt-Report →
Dresden36.500 €Stadt-Report →
Leipzig36.500 €Stadt-Report →
Hinter jeder Stadt: der vollständige Gehaltsreport mit lokalen Stellen.
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Passt das zu dir?

Ehrlich abgewogen — die Gründe, warum Menschen bleiben, und die, warum sie gehen.

Dafür spricht

  • Extrem hohe Jobsicherheit durch bundesweiten Fachkräftemangel
  • Sinnstiftende Tätigkeit mit direktem Einfluss auf Lebensqualität
  • Vielfältige Spezialisierungs- und Karrierewege
  • Vergütete Ausbildung, häufig kostenfreie Weiterbildungen

Das solltest du wissen

  • Körperlich und psychisch anspruchsvoll, mit regelmäßigem Schichtdienst
  • Vergleichsweise niedriges Einstiegsgehalt
  • Hohe Dokumentationslast durch gesetzliche Vorgaben
  • Personalmangel erhöht den Druck auf Einzelne spürbar
Exklusiv · InEK-Daten · 180 Klinikstandorte

Wie stark der Druck ist, hängt vom Haus ab. Der Pflegepersonalquotient zeigt es — niedriger = besser besetzt.

Leipzig44,7
Hamburg45,1
München47,5
Köln52,0
Berlin52,5

Frag im Gespräch nach dem Ist-Schlüssel deiner Station. Auch innerhalb einer Stadt liegen Welten zwischen den Häusern; auf Intensiv gilt tags maximal 1:2 (PpUGV). Quelle: InEK, § 137j SGB V, Datenjahr 2024.

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Wohin es führt

Verwandte Berufsbilder mit Median-Gehalt und offenen Stellen — vielleicht passt einer noch besser.

BerufMedian / Jahroffene Stellen
Medizinische Fachangestellte Unterstützt Ärzt:innen bei Diagnostik und Verwaltung28.500 €41.200
Altenpfleger Schwerpunkt Langzeit- und Seniorenpflege38.000 €29.200
Gesundheits- und Krankenpfleger Klassische Klinikpflege42.000 €27.800
Hebamme Begleitet Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen44.000 €950
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Dein nächster Schritt — und wo er sich auszahlt

Höher qualifizieren ist der größte Gehaltshebel: Fachweiterbildung und Studium bringen mehr als reine Berufsjahre. Passende Angebote, direkt verlinkt.

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FAQ & Methodik

Wie lange dauert die Ausbildung zur Pflegefachkraft?
Die generalistische Pflegeausbildung dauert drei Jahre und ist bundesweit einheitlich geregelt. Sie wird vom ersten Tag an vergütet — im öffentlichen Dienst mit 1.491 € im ersten Jahr.
Kann ich ohne Ausbildung als Quereinsteiger anfangen?
Ja, über die einjährige Pflegehilfe-Ausbildung mit anschließender Aufstiegsqualifizierung. Rund jede fünfte Pflegefachkraft kommt aus einem anderen Beruf; Umschulungen sind über die Agentur für Arbeit förderfähig.
Welchen Schulabschluss brauche ich?
Einen mittleren Schulabschluss — oder einen Hauptschulabschluss plus abgeschlossene zweijährige Berufsausbildung. Dazu kommen gesundheitliche Eignung, erweitertes Führungszeugnis und Masernschutznachweis.
Was verdient man als Pflegefachkraft?
Der Median liegt bei 40.000 € brutto pro Jahr, der Einstieg bei rund 32.000 €. Details nach Bundesland, Stadt und Tarif stehen im Gehaltsreport.
Wie sicher ist der Beruf?
Sehr sicher: Die Arbeitslosenquote in der Berufsgruppe liegt bei 1,1 %, Betriebe warten im Schnitt 85 Tage auf eine Besetzung, und die Pflege gilt der Bundesagentur für Arbeit als Engpassberuf.

Methodik: Stellenzahlen und Gehaltswerte stammen aus der StudySmarter Jobbörse (3.272 ausgewertete Stellen mit Gehaltsangabe, Stand Juli 2026). Tätigkeits-, Skill- und Wegeanteile sind redaktionelle Einordnungen aus Stellenanzeigen und amtlichen Quellen, keine amtliche Statistik.
Quellen: StudySmarter Jobbörse · Bundesagentur für Arbeit · InEK · VKA/TVöD-P · Pflegeberufegesetz.
Hinweis oder Korrektur? content@studysmarter.de

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